Prof. Dr. h. c. mult. Konrad Zuse (1910-1995)

Hervorragende deutsche Computerpioniere halfen mit, die Welt zu verändern. Hier ist besonders Konrad Zuse hervorzuheben, denn er stellte 1941 den ersten voll funktionsfähigen programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechner in binärer Gleitpunktrechnung vor. Und noch heute arbeiten die Computer im Wesentlichen nach Zuses Konstruktionsprinzip. Er wird deshalb auch der „Vater des Computers" genannt. Befasst man sich mit dem Lebensweg von Konrad Zuse, so wird man feststellen, dass dieser überaus kreative Geist mit seiner Fähigkeit, ganzheitlich zu denken, der Menschheit auch viele andere Erfindungen schenkte, bspw. mit dem Spezialmodell S1 den ersten Prozessrechner der Welt, mit dem „Plankalkül" die erste algorithmische Programmiersprache usw.. Der Antrieb für diese Leistungen resultiert deutlich daraus, dass Konrad Zuse bewährtes Wissen immer wieder in Frage gestellt hat. Erfolgreiche Erfinder fallen häufig durch ausgeprägte künstlerische Aktivitäten auf. Bei Konrad Zuse ist es vor allem die Malerei, mit deren Hilfe er auch Visionäres gestaltet und ein umfangreiches Werk hinterlassen hat.


Kindheit und Jugend von Konrad Zuse Mutter Maria und Vater Emil Zuse

1910

Konrad Zuse wird am 22. Juni in Berlin-Wilmersdorf geboren.
Vater: Emil Zuse, preußischer Beamter im mittleren Postdienst;
Mutter: Maria Zuse geb. Crohn, aus Cammin/Pommern stammend, Hausfrau


1912

Mutter, Zuse und seine Schwester LiselotteDie Familie Zuse zieht von Berlin nach Braunsberg/Ostpreußen. Hier besucht Konrad Zuse die Grundschule und anschließend das Gymnasium Hosianum. Dieses Gymnasium ist eine strenge, altsprachlich geprägte Schule. Sprachen liegen dem jungen Zuse nicht sonderlich. Er interessiert sich mehr für technische Konstruktionen. Deshalb gilt seine besondere Aufmerksamkeit dem Stabilbaukasten.

Schon während dieser Zeit wird auch sein Talent zum künstlerischen Gestalten, Zeichnen und Malen sichtbar. Seine Eltern galten als tolerant; sie erkannten und förderten die ungewöhnlichen Begabungen ihres Sohnes.




1924

Der Vater wird nach Hoyerswerda, das zur damaligen Zeit zu Schlesien gehört, versetzt und übernimmt hier die Leitung des Postamtes. Die Familie lebt mehrere Jahre in einer Wohnung Hauptpostgebäude in Hoyerswerda 1926in der oberen Etage des alten Hauptpostamtes.

Konrad Zuse besucht in Hoyerswerda bis zum Abitur das Reform-Realgymnasium. In seiner Freizeit beschäftigt er sich sehr intensiv mit dem Nachbau von technischen Objekten (z. B. Förderbrücken) mittels Stabilbaukasten und verstärkt mit Zeichnen und Malen.



1928

Polytechnischen Hochschule  Berlin-Charlottenburg 1936Nach Abschluss des Abiturs bewirbt sich Konrad Zuse an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg, um Maschinenbau zu studieren. Während des Studiums muss er jedoch feststellen, dass in diesem Fach strenge Regeln gelten, die seinem schöpferischen Geist zu wenig Freiraum lassen. Er wechselt deshalb mehrfach die Fakultät und studiert schließlich Bauingenieurwesen. Entwurf des Rechenautomaten

Die Familie Zuse zieht nach Berlin-Kreuzberg.


Während des Studiums wird Konrad Zuse Mitglied der Studentenverbindung „Akademischer Verein Motiv"; hier werden insbesondere Kunst und Kultur gepflegt.



1930

PlakatKonrad Zuse verdient während des Studiums sein erstes Geld als Werbegrafiker für die Autoindustrie. Gegen Ende des Studiums veranlassen den jungen Zuse die immer nach dem gleichen Muster ablaufenden baustatischen Berechnungen, über die Konstruktion einer Rechenmaschine nachzudenken.
Ihm schwebt vor, den Menschen von solchen monotonen Tätigkeiten zu befreien, um mehr Zeit für kreatives Schaffen zu gewinnen.










Der Erfinder Konrad Zuse

1935

Konrad Zuse schließt an der Technischen Hochschule Berlin sein Studium mit dem Diplom-Hauptexamen als Bauingenieur (Dipl.-Ing.) ab und nimmt eine Stelle als Statiker bei den Henschel-Flugzeug-Werken in Berlin-Schönefeld an.

Obwohl er beruflich stark gefordert ist, beschäftigt er sich immer wieder damit, wie statische Berechnungen zeitsparend durchgeführt werden können. Grundlegende Ideen über Rechenformulare führen ihn zum Entwurf einer programmgesteuerten Rechenmaschine.


1936

Bau der Z1 im Wohnzimmer seiner ElternKonrad Zuse beginnt mit der praktischen Verwirklichung des Entwurfs. Sein Bemühen richtet sich zunächst auf eine rein mechanische Lösung - Zuse arbeitet an der Z1 mit seinem Freunddie Rechenmaschine Z1..

Nach einem Jahr gibt Konrad Zuse die Arbeit bei den Henschel-Flugzeug-Werken auf, um sich ganz seinen Entwicklungen zu widmen. Er macht sich als Erfinder selbständig.




1938

Die im elterlichem Wohnzimmer auf einem 1,5 m² Holzgestell befindliche Z1 wird versuchsweise in Betrieb genommen (Rechnen mit Gleitkomma bereits möglich); die vollständige Programmsteuerung arbeitet jedoch nicht zuverlässig (Klemmen der Bleche). Z2

Konrad Zuse - nunmehr mit reichen Erfahrungen ausgestattet - beginnt mit der Arbeit an einem zweiten Testmodell - der Z2. Wichtigster Partner bei der Ideensuche und Problemlösung ist Helmut Schreyer.

Die Finanzierung der Rechenmaschinen Z1 und Z2 erfolgt ausschließlich mit privaten Mitteln.


1939

Der Zweite Weltkrieg beginnt. Konrad Zuse wird eingezogen. Aber bereits ein halbes Jahr später stellt man ihn für die Arbeit als Flugzeugstatiker (erneut bei den Henschel- Flugzeug-Werken) frei.

Abends und an den Wochenenden arbeitet er an der Z2 weiter. Er verwendet nunmehr 200 Telefonrelais als bipolare Schaltelemente.


1940

Die elektromechanische Rechenmaschine Z2 wird an der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin-Adlershof vorgeführt. Sie erweist sich für Versuchsrechnungen in den wichtigsten Funktionen als einigermaßen arbeitsfähig. Im Auftrag der DVL (Teilfinanzierung) beginnt Konrad Zuse nebenbei mit dem Bau einer neuen, nunmehr elektromagnetischen (2000 Relais) Rechenmaschine - der Z3. Diese ist programmierbar, rechnet im binären System und speichert die Ergebnisse.


1941

Computerfirma - „Zuse Apparatebau'Konrad Zuse gründet in Berlin seine erste Firma mit der Bezeichnung „Zuse -Ingenieurbüro und Apparatebau", die allerdings gegen Kriegsende wieder aufgelöst werden muss. Sie gilt als weltweit erste Computerfirma und hatte 1944 bereits 20 Mitarbeiter.
Am 12. Mai wird mit der Rechenmaschine Z3 der erste voll funktionsfähige programmgesteuerte und frei programmierbare Rechner in binärer Gleitpunktrechnung der Öffentlichkeit vorgestellt. Konrad Zuse hat für die Z3 nie ein Patent erhalten. Lange Zeit galt der Amerikaner Howard H. Aiken mit seinem 1944 gebauten Relaisrechner „MARK I" als Erfinder des Computers. Doch nach jahrelangem Streit wird Konrad Zuse das Primat zugesprochen. Aus der Sicht der Experten wird die geniale Leistung Zuses u.a. darin gesehen, dass er mit der Architektur der Z3 eine Rechenmaschine gebaut hat, die - verglichen mit anderen historischen Rechnern - die größte Ähnlichkeit mit den heutigen modernen Computern besitzt.



1942 bis 1944

Konrad Zuse entwickelt ein Spezialmodell mit der Typenbezeichnung S1 für Berechnungen des Einflusses von Fertigungsgenauigkeiten an Flugzeugtragflächen. Danach wird ein weiteres Gerät für Messungen an Flugkörpern - als S2 bezeichnet - konstruiert, das mit automatischer Messwerterfassung arbeitet. Die Messwerte werden zur weiteren Verarbeitung direkt dem Rechenwerk zugeführt. Diese Gerät vereinigt die Funktionen Messen und Leitwerkeinstellungen. Die Idee des Prozessrechnens ist geboren.

Gleichzeitig baut er eine neue Rechenmaschine, die Z4, die nach ähnlichen Grundsätzen wie die Z3 konstruiert wird, aber wesentlich leistungsfähiger ist.

Bei Luftangriffen auf Berlin werden alle Rechenanlagen und Spezialrnodelle, einschließlich aller Zeichnungen und Bildunterlagen, vernichtet. Lediglich die Z4 bleibt zum Glück erhalten.


1945 Hochzeit 1945

Konrad Zuse heiratet am 6. Januar Gisela Brandes. Aus dieser Ehe gehen fünf Kinder hervor: Horst, Monika, Ernst, Hannelore und Peter.

Zerstörte Berlin 1949Noch vor Kriegsende fliehen Konrad Zuse und seine Frau aus Berlin über Göttingen nach Hinterstein im Allgäu - mit ihnen auf abenteuerliche Weise die inzwischen weitestgehend fertiggestellte Z4.


Z4 in einem Schuppen in Hinterstein



Die Z4 wird vor einigen Wissenschaftlern an der „Aerodynamischen Versuchsanstalt" in Göttingen nochmals vorgeführt, bevor sie auf abenteuerlichen Wegen in Sicherheit gebracht und in einem Schuppen in Hinterstein im Allgäu eingelagert wird.

Holzschnitt




Konrad Zuse hält seine junge Familie mit kleinen Malereien und Holzschnitten / Drucken mit Motiven aus dem Allgäu über Wasser. Nebenher befasst er sich mit dem „Plankalkül", der ersten universellen algorithmischen Programmiersprache der Welt.
Hopferau im Allgäu

1946

Am 29. Oktober gründet Konrad Zuse zusammen mit seinem Studienfreund Harro Stucken in Hopferau bei Füssen im Allgäu das „Zuse-Ingenieurbüro". Beide beginnen unverzüglich mit der Beseitigung der durch die Transporte entstandenen Schäden an der Z4.





Der Unternehmer Konrad Zuse


1949

ehemalige Postrelaisstation in Neukirchen, beginn der Zuse KGSchweizer Wissenschaftler unter Leitung von Prof. Dr. Eduard Stiefel besichtigen noch in Hopferau die Z4 und beschließen, diese Rechenmaschine für die Eidgenössische Hochschule (ETH) Zürich zu mieten.

Konrad Zuse gründet gemeinsam mit Alfred Eckhard und Harro Stucken am 1. August in Neukirchen (Kreis Hünfeld) die ZUSE KG. Im Handelsregister sind als Aufgaben Herstellung und Vertrieb von Erzeugnissen der Feinmechanik und Elektrotechnik eingetragen. Z4

Mit etwa fünf Mitarbeitern wird als erster Auftrag die Z4 völlig wiederhergestellt. Ferner erhält die ZUSE KG einen Auftrag von der amerikanischen Firma Remington Rand, Niederlassung Frankfurt/Main, zur Entwicklung eines Rechenlochers (besteht aus Kartenleser, Rechenwerk und Kartenlocher).


1950

Die Z4 wird für fünf Jahre an die ETH Zürich vermietet (Miete: 10 000 SFR pro Jahr). Sie ist zu dieser Zeit europaweit die einzige programmgesteuerte Rechenmaschine im praktischen Einsatz und weltweit der erste kommerziell ausgelieferte Rechner.

Im Auftrag der Firma Leitz, Wetzlar, wird die Z4 zur leistungsfähigeren Z5 weiterentwickelt.

Die Mitarbeiterzahl der ZUSE KG steigt bis Ende 1951 auf 28.


1952

Der Rechner Z5 für die Firma LeitzDie Z5, für optische Berechnungen vorgesehen, wird an die Firma Leitz ausgeliefert. Die unter den Typenbezeichnungen Z7 und Z8 für die Firma Remington Rand entwickelten Rechenlocher werden gleichfalls ausgeliefert, wenig später der Rechenlocher Z9 (auch als M9 bezeichnet).

Die ZUSE KG beschäftigt Ende 1953 bereits 68 Mitarbeiter.




1954/1955

Z11Für die Konstruktion einer programmgesteuerten Spezial-Rechenmaschine - als Z11 bezeichnet - werden gemeinsam mit dem Reg.-Rat Seifert aus München erste Grundlagen mit fest verdrahteten Programmen erarbeitet. Die Z11 wird in drei Varianten entwickelt: für die Lösung von Aufgaben in der Vermessungstechnik, Optik und im Versicherungswesen. Mit der Z11 nimmt die ZUSE KG die Serienfertigung von Rechenmaschinen auf.


1956

Z22In Zusammenarbeit mit dem Mathematiker Theodor Fromme erfolgt die Entwicklung des ersten programmgesteuerten Rechners auf elektronischer Basis (Röhrenrechner). Er erhält die Bezeichnung Z22.

Konrad Zuse macht sich erste Gedanken über einen automatischen Zeichentisch.




1957

Produktionsstätte der Zuse KG in Bad Hersfeld (altes Firmengebäude)Hohe Auftragseingänge und damit verbunden eine weitere Personalaufstockung erfordern die räumliche Erweiterung der ZUSE KG; sie zieht nach Bad Hersfeld um.

Die Serienfertigung von größeren Rechenanlagen - bspw. der Z22 (erster Röhrenrechner, der in Deutschland in Serie gebaut wird) - wird vorbereitet.

Die Mitarbeiterzahl der ZUSE AG steigt zum Jahresende auf 180.

1958

An in- und ausländische Abnehmer wird die Z22 (und die Variante Z22R) ausgeliefert; auch die Z11 wird noch mehrfach verkauft. Der Umsatz erreicht 3,44 Mio DM.


1959

Die ZUSE KG konzentriert sich verstärkt auf die Entwicklung neuer Maschinen und Geräte. Als Nachfolger der Z22 wird eine noch leistungsfähigere programmgesteuerte Rechenanlage in Transistortechnik - die Z23 - entworfen. Außerdem beginnt die ZUSE KG mit der Konstruktion eines automatisch arbeitenden Zeichentisches in Relaistechnik, der die Bezeichnung Z64 „Graphomat" erhält und einer der ersten Plotter der Welt ist.


1960

In diesem Jahr gelingt eine beachtliche Umsatzsteigerung auf 7,43 Mio DM.

Ein großer Verkaufserfolg wird ein neu entwickelter lochender und druckender Transistorzähler mit der Typenbezeichnung Z80, der als elektronisches Planimeter besonders in der Geodäsie eingesetzt wird.

Die Entwicklung der Z23 schreitet weiter voran. Gleichzeitig wird mit der Konstruktion einer neuen programmgesteuerten Rechenanlage in Transistortechnik für kommerzielle Aufgaben - der Z31 - begonnen.


1961

Die Z23 und Z31 werden in die Serienproduktion überführt. Jedoch wird die Z31 nicht ausreichend nachgefragt. Mit der Entwicklung der Z25 wird begonnen.

Der Zeichenautomat Z64 "Graphomat" wird von der Relaistechnik auf Transistortechnik umgestellt und mit einem neuen Getriebe ausgestattet, wodurch eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit erzielt werden kann.


1962

Der Graphomat Z64

Auf der Hannover-Messe wird der „Graphomat erfolgreich vorgestellt. Konrad Zuse erkennt die weit über die graphische Darstellung von Rechenergebnissen hinausgehenden Möglichkeiten, die eine solche Anlage in Verbindung mit einem leistungsstarken Rechner bieten kann. Der „Graphomat" Z64 (und dessen Nachfolgemodelle Z90 und Z92) wird mit der Rechenanlage Z23 bzw. später vor allem mit der Z25 verbunden.


1964

Zuse KG in Bad HersfeldDie ZUSE KG errichtet und bezieht in Bad Hersfeld einen Neubau, in dem alle Firmenbereiche Platz finden. Inzwischen sind etwa 1200 Mitarbeiter bei der ZUSE KG beschäftigt

Hohe Kosten bei der Entwicklung neuer Maschinen und Geräte (die bspw. nicht wie in den USA staatlich subventioniert wurden), zunehmende Konkurrenz (vor allem von IBM), die Vorfinanzierung von Software-Entwicklungen und erhebliche Vertriebskosten bringen die ZUSE KG in finanzielle Schwierigkeiten. Trotz noch guter Auftragslage werden Bankkredite nicht mehr gewährt, so dass Konrad Zuse bereits seit 1962 Teilhaber aufnehmen muss.




1966

Konrad Zuse wird von der Georg-August-Universität Göttingen zum Honorarprofessor ernannt.

1967

Schwingungen

Die ZUSE KG geht schrittweise in den Besitz der SIEMENS AG über. Konrad Zuse scheidet aus der Firma aus, bleibt aber weiter beratend tätig. Am 31. März 1971 wird der Firmenname ZUSE KG im Handelregister gelöscht.



Konrad Zuse - der Visionär und Künstler


Nach 1967

Nach dem Ausscheiden aus der ZUSE KG beschäftigt sich Konrad Zuse vor allem mit theoretischen Grundlagen der Computertechnik, mit philosophischen Fragestellungen, mit Beratertätigkeit. Er entwickelt Theorien über den „Rechnenden Raum" und „Sich selbst reproduzierende Systeme" und schreibt viel beachtete Arbeiten über den praktischen Einsatz von Petri-Netzen und über die Bedeutung von Programmiersprachen.

Konrad Zuse besinnt sich aber auch auf seinen anderen Jugendtraum - die Malerei. Etwa um 1962 beginnt er in Öl zu malen (mehrere Jahre unter dem Pseudonym Kuno See) und intensiviert diese Beschäftigung nach seinem Ausscheiden aus der ZUSE KG. Es entstehen auch Kunstwerke auf der Grundlage anderer Maltechniken. In den 80er Jahren beginnt er, seine Werke in Alleinausstellungen zu zeigen.


1987 bis 1989

Nachbau des historischen Rechenautomaten Z1Konrad Zuse beschäftigt sich mit dem Nachbau der historischen Rechenmaschine Z1. Da die Unterlagen durch Kriegseinflüsse vernichtet waren, erfolgt der komplizierte Nachbau aus dem Gedächtnis. Die rekonstruierte Z1 kann heute im Technikmuseum Berlin bewundert werden.

Turm





1992

Konrad Zuse entwirft und konstruiert den Helix-Turm. Dabei handelt es sich um ein patentiertes Modell für Windkraftwerke, das selbständig aus- und einfahrend funktioniert.

1995

Konrad Zuse stirbt am 18. Dezember in Hünfeld und findet dort seine letzte Ruhe.

Autobiographie „Der Computer – mein Lebenswerk“Konrad Zuse hinterließ ein umfassendes Lebenswerk: viele bahnbrechende Erfindungen und hier insbesondere den ersten voll funktionsfähigen programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechner der Welt, die erste Programmiersprache der Welt (den Plankalkül), viele Publikationen usw. 1970 erschien seine Autobiographie „Der Computer - mein Lebenswerk". Außerdem malte er über 500 Bilder.




Für seine außerordentlichen Leistungen wurde Konrad Zuse im In- und Ausland mit Ehrenpromotionen, bedeutenden Orden und Preisen, Ehrenbürgerschaften, Statuen und Namensverleihungen (Straßen, Plätze, Gebäude u.a.) hoch geehrt.



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