
Ab 1965
Häufigeres Zusammentreffen mit Konrad Zuse, ein freundschaftliches Verhältnis entsteht.
1968 - 1986
Infolge der 3. Hochschulreform in der DDR wird an der TU Dresden u.a. die Sektion Mathematik gegründet und ein separates Rechenzentrum gebildet. N. J. Lehmann wird innerhalb der Sektion Mathematik zum Leiter des Wissenschaftsbereiches „Mathematische Kybernetik und Rechentechnik" sowie zum Stellv. Direktor für Forschung berufen. Beide Funktionen hat er bis zu seiner Emeritierung inne. N. J. Lehmann setzt sich fortwährend für den Ausbau der mathematischen Grundlagenforschung für die Informationsverarbeitung und insbesondere für die Automatisierung der Programmierungsarbeit ein. Seine Meinung ist in vielen wissenschaftsorganisatorischen und -strategischen Gremien gefragt.
1969
Berufung zum ordentlichen Professor für Mathematische Kybernetik und Rechentechnik.
1971
N. J. Lehmann gründet an der TU Dresden das „Weiterbildungszentrum für Mathematische Kybernetik und Rechentechnik" für die gesamte DDR, dessen Leitung er zusätzlich übernimmt.
1971 - 1986
N. J. Lehmann wird Vertreter der Akademie der Wissenschaften der DDR in der Internationalen Föderation für Informationsverarbeitung (IFIP).
1980 - 1983
Ernennung zu einem der Vizepräsidenten der IFIP.
1986
Emeritierung
1986 - 1998
Nach der Emeritierung befasst sich N. J. Lehmann bis zu seinem Tode verstärkt mit Computeranalytik, mit der Geschichte der mechanischen Rechenmaschinen und mit dem voll funktionsfähigen Nachbau der Leibniz-Rechenmaschine. (Ein Exemplar befindet sich als Leihgabe der TU Dresden in den Technischen Sammlungen Dresden. Ein weiteres Exemplar kann im Technikmuseum Berlin besichtigt werden.)
1989
Verleihung der Ehrendoktorwürde (Dr.-lng. h. c.) durch die Universität Rostock
1998
N, J. Lehmann stirbt am 27. Juni in Dresden.
Veröffentlichungen
N. J. Lehmann publiziert etwa 270 Beiträge.
Ehrungen und Auszeichnungen (Auswahl)
1962 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
1964 Deutscher Nationalpreis
1970 Orden Kyrill und Methodi, 1. Klasse (Bulgarien) für seinen Beitrag zur Entwicklung
eines bulgarischen Rechenautomaten
1980 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR
1981 Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
1986 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes
1989 Ehrendoktor (Dr.-lng. h. c.) an der Universität Rostock
1989 Konrad-Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik |